Unerträglich!
FPÖ-Bundespräsidentschaftskandidatin Barbara Rosenkranz im Interview mit dem Kurier:
Kurier: Das Äußern von Zweifeln an der Existenz von Gaskammern fällt für Sie “unter freie Meinungsäußerung”. Zweifeln Sie selbst auch an der Existenz von Gaskammern?
Rosenkranz: Mein Geschichtsbild ist das eines Österreichers, der zwischen 1964 und 1976 in österreichische Schulen gegangen ist. An diesem Geschichtsbild habe ich keine Abänderung vorzunehmen.
Beim freiheitlichen Nationalratsabgeordneten John Gudenus klang das 1995 ganz ähnlich:
Gaskammern? Ich halte mich da raus! Ich glaube alles, was dogmatisch vorgeschrieben ist”
Der Unterschied ist, dass Gudenus wegen dieser Aussage sein Nationalratsmandat zurücklegen musste, während Rosenkranz mit solchen Ansichten für das höchste Amt im Staat kandidieren darf. Die israelitische Kultusgemeinde reagierte dementsprechend scharf:
…Verhöhnung 65.000 in der Schoah ermordeter österreichischer Juden… Wir können nicht akzeptieren, dass in Österreich, nach dem Dritten Präsidenten des Nationalrates, weitere politische Positionen des Landes von “Kellernazis” besetzt werden.
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
Quellen:
http://kurier.at/nachrichten/1982784.php
http://www.news.at/
http://www.ikg-wien.at/
Uns bleibt auch nichts erspart: Dichand startet Kampagne für FP-Kandidatin Rosenkranz
Kommentar von “Cato” alias Hans Dichand in der “Kronen Zeitung” vom 1. März 2010:
Eine mutige Mutter
Es waren die EU-Politiker, denen es eines Tages eingefallen ist, unsere Grenzen aufzulösen. Sie taten dabei so, als müsste sich dies unter besonders großer Feierlichkeit abspielen. Und dann? Dann trat eine Kriminalität ein, wie wir sie noch nicht erlebt haben. Alle Arten von Verbrechen entstanden. Geklärt konnten kaum noch welche werden. Einbrecher stiegen irgendwo auf dem Balkan ins Auto, fuhren ein paar Stunden nach Österreich und gleich wieder zurück, bevor die fast abgeschaffte Polizei eingreifen konnte. Das ging jahrelang so weiter.
Natürlich hat man längst eingesehen, dass die Grenzen wieder geschlossen werden müssen, aber so einfach ist das nicht. Es gibt das eingeschulte Personal nicht mehr. So schickte man das Bundesheer hin, aber die Soldaten konnten bei ihren Waldspaziergängen nicht viel ausrichten. Jetzt zum ersten Mal gäbe es vielleicht eine Gelegenheit, dass man die normalen Zustände wiederherstellen könnte.
Ein neuer Bundespräsident steht zur Wahl. Eine Mutter von zehn Kindern, die schon in der Politik gezeigt hat,was sie kann, bewirbt sich um diese sehr hohe Position. Wählen wir sie, sie wird eine gute Bundespräsidentin für Österreich sein!“
Da bleibt selbst mir die Spucke weg! Man ist es in Österreich ja mittlerweile gewohnt, dass sich Dichand mit seiner Kronen Zeitung aktiv in Wahlkämpfe einmischt und den jeweiligen Lieblingskandidaten mittels Kampagne massiv unterstützt. Zuletzt geschah das bei der vergangenen EU-Wahl, im Juni 2009, bei der der Dichand-Kandidat Hans-Peter Martin locker 17,7% der Stimmen gewann.
Neu ist meiner Meinung nach, dass Dichand höchstpersönlich und direkt seine Leser auffordert, eine bestimmte Kandidatin zu wählen. Noch dazu eine, die alles andere als unverfänglich ist. Denn Barbara Rosenkranz gilt selbst in der FPÖ als “nationales Urgestein” und “Ikone der Rechten”. Laut Standard vom 1.3.2010 hält sie das “NS-Verbotsgesetz für verfassungswidrig, Zweifel an Gaskammern gehören für sie zur “freien Meinungsäußerung”.
“Keller-Nazi”
Im Jahre 1995 wetterte der Autor Hans-Henning Scharsach im Magazin NEWS heftig gegen eine Regierungsbeteiligung der FPÖ und verwendete dabei den Begriff “Keller-Nazis”, zu denen er auch die niederösterreichische Landtagsabgeordnete Barbara Rosenkranz zählte. Rosenkranz klagte damals und gewann in erster Instanz. Scharsach rief daraufhin den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte an. Dieser stellte fest, der Ausdruck „Keller-Nazi” überschreite nicht die zulässige Kritik. Zwar habe Rosenkranz nicht selbst nazistisches Gedankentum verbreitet, allerdings war bekannt, dass Rosenkranz ihrem Mann Horst Jakob Rosenkranz, einen rechtsextremen Aktivisten, bei der Redigierung seiner Texte für die rechtsextreme Zeitschrift “fakten” zur Seite stand.
All das ist selbstverständlich Hans Dichand und seiner Kronen Zeitung bekannt. Weil Dichands ursprünglicher Wunschkandidat, der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll jedoch von der ÖVP nicht als Gegenkandidat zum amtierenden Bundespräsidenten Heinz Fischer aufgestellt wurde, setzt Dichand nun aus Trotz auf die rechtsextreme Karte. Er weiss, dass er dieses Spiel nicht ohne heftigen Gegenwind gewinnen kann, und so holt die Kronen Zeitung im heutigen redationellen Teil gleich vorsorglich zum Rundumschlag aus:
…Diese herbeigeschriebene Chancenlosigkeit von Rosenkranz steht allerdings in Widerspruch zu Ansätzen einer bevorstehenden Sudelkampagne gegen die FPÖ-Kandidatin, bei der über die Namen ihrer zehn Kinder, ihre EU-kritische Haltung und ihre Vorbehalte gegenüber Ausländern und Scheinasylanten hergezogen wird.
Diese Versuche, Rosenkranz ins rechte Eck zu stellen, lassen darauf schließen, dass die FPÖ-Kandidatin von der vereinigten linken Medienlandschaft als “Gefahr” für Heinz Fischer gesehen wird…
Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: “Versuche, Rosenkranz ins rechte Eck zu stellen”!
Da sowohl die ÖVP wie auch die Grünen auf eine eigene Kandidatur um das höchste Amt im Staat verzichten, haben die Österreicher/innen nun also am 25. April 2010 die Wahl zwischen einer rechtsextremen Kandidatin, und einem sozialdemokratischen Moral-Onkel, der sich im Karikaturenstreit auf die Seite der Islamisten stellte. Uns bleibt auch wirklich nichts erspart!
Quellen:
“Journalist online”: Trottel und Kellernazi
Dokumentationsarchiv d. östrr. Widerstandes: “Kritische Demokraten/fakten”
Der Standard: “Ein Angebot aus dem rechten Eck”
Zentralrat der Ex-Muslime in Österreich gegründet!
Am 26.2.2010 wurde in Wien der interessierten Öffentlichkeit offiziell der Zentralrat der Ex-Muslime Österreichs vorgestellt. Im Republikanischen Klub empfing Peter Kreisky als Gastgeber die Frauen- und Menschenrechtsaktivistin Mina Ahadi, Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime Deutschlands , den neuen Vorsitzenden des österreichischen Zentralrats, Cahit Kaya, sowie Prof. Heinz Oberhummer, Vorsitzender des Zentralrats der Konfessionsfreien.
Mina Ahadi berichtete von ihrem persönlichen Weg des Widerstandes gegen die islamische Diktatur im Iran, der Ermordung ihres Mannes, eines bis heute gültigen Todesurteiles gegen sie durch die iranischen Faschisten, ihrer Flucht in die kurdischen Berge sowie ihrer Ankunft in Wien, wo sie schließlich Asyl bekam und in der Folge die österreichische Staatsbürgerschaft. Nach ihrem Umzug nach Deutschland gründete sie dort das internationale Komitee gegen Steinigung sowie das Komitee gegen die Todesstrafe.
Ahadi präsentierte sich als resolute Kämpferin für eine säkulare Gesellschaft, in der Religion Privatsache zu sein hat. Sie sprach sich nicht nur gegen Minarette aus, sondern generell auch gegen Moscheen, die sie als Inseln des Islamismus betrachtet, die der Integration hinderlich seien. Cahit Kaya unterstützte diese Kritik an Moscheen, bei denen “durch die vordere Tür gläubige Menschen hineingehen und durch die Hintertür Selbstmordattentäter herauskommen”.
Ahadi kritisierte weiters den unter Linken vorherrschenden Kulturrelativismus, der es dem politischen Islam ermöglicht, sich unter dem Deckmantel des Multikulturalismus ungehemmt auszubreiten.
Peter Kreisky wurde es angesichts dieser Argumentation sichtbar mulmig, und er verwies auf den politischen Katholizismus in Österreich in den 1970er Jahren, die Religionsfreiheit sowie auf den eigenen Multikulti-Anspruch. Mina Ahadi konterte damit, dass sie nach der Gründung des Zentralrats der Ex-Muslime in Deutschland offen mit dem Umbringen bedroht wurde und deshalb ein halbes Jahr Polizeischutz benötigte. Auch nach der Gründung des ZdE in Österreich erwarten die Proponent/innen Drohungen. Bis heute ist es im Islam nicht vorgesehen, die Religion zu verlassen. In islamischen Ländern droht Apostaten (=Abfallende vom Glauben) die Todestrafe, in europäischen Ländern massiver Druck durch islamische Verbände.
Der Zentralrat der Ex-Muslime versteht sich selbst als Bewegung gegen den politischen Islam und Rechtsextremismus und in Folge dessen als Vereinigung zur Verteidigung von Menschen- und Frauenrechten. Er plädiert dafür, real vorhandene Probleme offen anzusprechen und anzupacken, um sie nicht den Rechten zu überlassen.
Als erste Initiative will der ZdE eine Telefonhotline für Kinder und Jugendliche aus islamischen Familien etablieren, um ihnen Beratung und Hilfestellung anzubieten. Bei seiner Arbeit ist der parteiunabhängige ZdE auf Spenden und Sponsoren angewiesen.
Buchempfhehlung: Mina Ahadi – “Ich habe abgeschworen”
Die Presse: “Muslime entdecken den Atheismus”
Voralberg Online: “Offiziell keine Austritte aus dem Islam”
Humanistischer Pressedienst: “Zentralrat der Ex-Muslime in Österreich”
Der Standard: “Gegen den Islam als Herrenreligion”
Gadaffi ruft zum “Dschihad” gegen die Schweiz auf
Anlässlich eines Gedenktages zur Geburt des Propheten Mohammeds rief der libysche Diktator Muammar al-Gaddafi zum Dschihad mit allen Mitteln gegen die Schweiz auf:
“Der ungläubigen und abtrünnigen Schweiz, die die Häuser Allahs zerstört, muss mit allen Mitteln der Dschihad erklärt werden”, meinte er, ohne zu reflektieren, dass das Mineratt-Verbot u.a. ja erst auf seine Drohungen und verbalen Entgleisungen gegen die Schweiz ermöglicht wurde. (Im August 2009 liess Gaddafi verlauten, dass er die Schweiz am liebsten mit der Atombombe ausradieren würde, so er denn eine besäße.)
“Jeder Muslim in der Welt, der mit der Schweiz zusammenarbeitet, ist ein Abtrünniger und gegen Mohammed, Gott und den Koran”, hetzte Gadaffi weiter, “lasst uns kämpfen gegen die Schweiz, den Zionismus und ausländische Aggression”.
Quelle: http://www.nzz.ch
Siehe auch: “Hanibals Rache oder Kniefall vor einem Diktator”
Kaffeesud lesen ist billiger!
US-Politikberater Stanley Greenberg bekommt viel Geld für seine Arbeit. Unter anderem von der österreichischen Sozialdemokratie, die er von einer Wahlkampf-Niederlage zur nächsten begleitet. Aktuell berät er die Wiener SPÖ für den Gemeinderatswahlkampf im Herbst 2010.
Um die Ausgangslage zu klären, liess die Wiener SPÖ nun 1000 Wiener/innen nach ihren politischen Präferenzen befragen. Greenberg “analysierte” diese Umfrage. Demnach würden 26 Prozent der befragen 16-19 Jährigen SPÖ wählen, 21 Prozent die Grünen und lediglich 12% die FPÖ.
Ein Ergebnis, das sämtlichen anderen Umfragen, wonach die FPÖ bei Jugendlichen die stimmenstärkste Partei ist, massiv widerspricht. Besonders unter Erstwählern ist die Zustimmung zur FPÖ in allen anderen Umfragen und Exit-Polls überdurchschnittlich hoch.
Interessantes Detail am Rande: in dieser “Umfrage-Analyse” fehlen satte 41 Prozent der Stimmen! Die teilen sich dann wahrscheinlich ÖVP, Piratenpartei und KPÖ brüderlich auf? – Die SPÖ sollte sich das Geld für Herrn Greenberg besser sparen. Kaffeesud lesen ist billiger und weitaus unterhaltsamer!
Quelle: http://derstandard.at/










