Uns bleibt auch nichts erspart: Dichand startet Kampagne für FP-Kandidatin Rosenkranz
Kommentar von “Cato” alias Hans Dichand in der “Kronen Zeitung” vom 1. März 2010:
Eine mutige Mutter
Es waren die EU-Politiker, denen es eines Tages eingefallen ist, unsere Grenzen aufzulösen. Sie taten dabei so, als müsste sich dies unter besonders großer Feierlichkeit abspielen. Und dann? Dann trat eine Kriminalität ein, wie wir sie noch nicht erlebt haben. Alle Arten von Verbrechen entstanden. Geklärt konnten kaum noch welche werden. Einbrecher stiegen irgendwo auf dem Balkan ins Auto, fuhren ein paar Stunden nach Österreich und gleich wieder zurück, bevor die fast abgeschaffte Polizei eingreifen konnte. Das ging jahrelang so weiter.
Natürlich hat man längst eingesehen, dass die Grenzen wieder geschlossen werden müssen, aber so einfach ist das nicht. Es gibt das eingeschulte Personal nicht mehr. So schickte man das Bundesheer hin, aber die Soldaten konnten bei ihren Waldspaziergängen nicht viel ausrichten. Jetzt zum ersten Mal gäbe es vielleicht eine Gelegenheit, dass man die normalen Zustände wiederherstellen könnte.
Ein neuer Bundespräsident steht zur Wahl. Eine Mutter von zehn Kindern, die schon in der Politik gezeigt hat,was sie kann, bewirbt sich um diese sehr hohe Position. Wählen wir sie, sie wird eine gute Bundespräsidentin für Österreich sein!“
Da bleibt selbst mir die Spucke weg! Man ist es in Österreich ja mittlerweile gewohnt, dass sich Dichand mit seiner Kronen Zeitung aktiv in Wahlkämpfe einmischt und den jeweiligen Lieblingskandidaten mittels Kampagne massiv unterstützt. Zuletzt geschah das bei der vergangenen EU-Wahl, im Juni 2009, bei der der Dichand-Kandidat Hans-Peter Martin locker 17,7% der Stimmen gewann.
Neu ist meiner Meinung nach, dass Dichand höchstpersönlich und direkt seine Leser auffordert, eine bestimmte Kandidatin zu wählen. Noch dazu eine, die alles andere als unverfänglich ist. Denn Barbara Rosenkranz gilt selbst in der FPÖ als “nationales Urgestein” und “Ikone der Rechten”. Laut Standard vom 1.3.2010 hält sie das “NS-Verbotsgesetz für verfassungswidrig, Zweifel an Gaskammern gehören für sie zur “freien Meinungsäußerung”.
“Keller-Nazi”
Im Jahre 1995 wetterte der Autor Hans-Henning Scharsach im Magazin NEWS heftig gegen eine Regierungsbeteiligung der FPÖ und verwendete dabei den Begriff “Keller-Nazis”, zu denen er auch die niederösterreichische Landtagsabgeordnete Barbara Rosenkranz zählte. Rosenkranz klagte damals und gewann in erster Instanz. Scharsach rief daraufhin den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte an. Dieser stellte fest, der Ausdruck „Keller-Nazi” überschreite nicht die zulässige Kritik. Zwar habe Rosenkranz nicht selbst nazistisches Gedankentum verbreitet, allerdings war bekannt, dass Rosenkranz ihrem Mann Horst Jakob Rosenkranz, einen rechtsextremen Aktivisten, bei der Redigierung seiner Texte für die rechtsextreme Zeitschrift “fakten” zur Seite stand.
All das ist selbstverständlich Hans Dichand und seiner Kronen Zeitung bekannt. Weil Dichands ursprünglicher Wunschkandidat, der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll jedoch von der ÖVP nicht als Gegenkandidat zum amtierenden Bundespräsidenten Heinz Fischer aufgestellt wurde, setzt Dichand nun aus Trotz auf die rechtsextreme Karte. Er weiss, dass er dieses Spiel nicht ohne heftigen Gegenwind gewinnen kann, und so holt die Kronen Zeitung im heutigen redationellen Teil gleich vorsorglich zum Rundumschlag aus:
…Diese herbeigeschriebene Chancenlosigkeit von Rosenkranz steht allerdings in Widerspruch zu Ansätzen einer bevorstehenden Sudelkampagne gegen die FPÖ-Kandidatin, bei der über die Namen ihrer zehn Kinder, ihre EU-kritische Haltung und ihre Vorbehalte gegenüber Ausländern und Scheinasylanten hergezogen wird.
Diese Versuche, Rosenkranz ins rechte Eck zu stellen, lassen darauf schließen, dass die FPÖ-Kandidatin von der vereinigten linken Medienlandschaft als “Gefahr” für Heinz Fischer gesehen wird…
Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: “Versuche, Rosenkranz ins rechte Eck zu stellen”!
Da sowohl die ÖVP wie auch die Grünen auf eine eigene Kandidatur um das höchste Amt im Staat verzichten, haben die Österreicher/innen nun also am 25. April 2010 die Wahl zwischen einer rechtsextremen Kandidatin, und einem sozialdemokratischen Moral-Onkel, der sich im Karikaturenstreit auf die Seite der Islamisten stellte. Uns bleibt auch wirklich nichts erspart!
Quellen:
“Journalist online”: Trottel und Kellernazi
Dokumentationsarchiv d. östrr. Widerstandes: “Kritische Demokraten/fakten”
Der Standard: “Ein Angebot aus dem rechten Eck”













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mir tun die kinder leid. so oder so…
was deren eltern betrifft: rechtes eck, absolut daneben.