Three strikes out!
In seinem Kommentar “Endlich die Realität ansprechen” beklagt Hans Rauscher den schärfer werdenden “Ton der Ausländerdebatte” und prophezeit eine düstere Entwicklung:
Tatsächlich ist der Ton der sogenannten “Ausländerdebatte” in diesem Land in den letzten Jahren so beängstigend geworden, dass man als nächste Steigerungsstufe wohl mit dem Ausbruch von Gewalt rechnen muss…”
Freilich meint Rauscher hier die fiktive (!) Gewalt von Einheimischen gegen Zugewanderte und Asylsuchende und nicht jene bereits jetzt real existierende Gewalt gegen Österreicher/innen.
Zwei aktuelle Beispiele dazu:
In der Nacht des 28.1.2010 prügelten ein 18 jähriger bereits eingebürgerter Zuwanderer und sein 19 jähriger rumänischer Freund am Bahnhof Bahnhof Bruck/Mur auf einen schlafenden Mann grundlos ein. Sie verletzten ihn dabei schwer, der Mann erlitt u.a einen Kieferbruch. Erst nach dem Eingreifen eines Security-Mitarbeiters liessen die Täter von ihrem Opfer ab und flüchteten. Aufgrund der Personenbeschreibung konnten die bereits polizeibekannten Täter in der Nähe des Bahnhofs festgenommen werden. Das 50 jährige Opfer wurde in das LKH Bruck eingeliefert, die beiden Täter auf freiem Fuß angezeigt. (Quelle)
Einen Tag darauf, in der Nacht des 29.1.2010 geriet ein 23 jähriger Wiener in einer Disco in Bruck/Leitha mit zwei afghanischen Asylwerbern in Streit und wurde verletzt. Die Security verwies daraufhin alle 3 Beteiligten (!) des Lokals. Vor der Disco stürzten sich die beiden jugendlichen Afghanen wieder auf ihr Opfer. Sie schlugen den 23 Jährigen Wiener mit ihren Ledergürteln grün und blau und traten auf das am Boden liegende Opfer ein. Auch die Freundin des Opfers wurde heftig attackiert, als sie eingreifen wollte. Der 23-Jährige erlitt bei dem Übergriff schwere Verletzungen im Gesicht und am Auge, eine Nasenbeinfraktur sowie lebensbedrohliche Hirnblutungen und wurde in ein Wiener Spital eingeliefert. Die prügelnden Asylwerber wurden verhaftet. (Quelle)
Nachrichten wie diese häufen sich. Die Täter sind längst nicht mehr “bedauerliche Einzelfälle”, sondern tagtägliche Bedrohung.
Dazu noch ein paar Fakten:
Für 70% aller Einbrüche in Wiener Wohnungen und Häuser sind laut Bundeskriminalamts-Chef Franz Lang vor allem Täter aus Moldawien, Rumänien, Serbien, Albanien und Georgien verantwortlich. (Quelle)
Auch die schwere Jugendkriminalität (Raubüberfälle, Körperverletzung) ist hauptsächlich Ausländerkriminalität:
Österreicher gebe es in der Welt der Jugendstreifen kaum – “außer bei den Opfern“, so der Tenor der Kriminalisten. “Es sind keine fixen Banden, sondern eher Gruppen, vornehmlich türkischer, ex-jugoslawischer oder in letzter Zeit auch tschetschenischer Herkunft, wobei die Tschetschenen besonders gefürchtet sind”, so ein Beamter. (Quelle)
Das alles sind Fakten. Das alles ist seit langem bekannt, auch Herrn Rauscher. Aber anstatt schon längst “die Realität anzusprechen”, hat er und seine Journaille jahrelang jeden in Bausch und Bogen verdammt und in die rechtsextreme Ecke gestellt, der das Problem beim Namen nannte. Auch ich selbst habe dieses falsche Spiel lange Zeit mitgespielt. So lange bis aus dem multikulturellen Traum der multikriminelle Alptraum wurde. Die Folge davon ist u.a., dass die Menschen in Angst leben, sich einzelne besonders gefährdete Berufsgruppen beginnen zu bewaffnen, dubiose Nachbarschafts-Initiativen wie Pilze aus dem Boden schießen und der Überwachungsstaat boomt.
Darunter leiden nicht nur die Österreicher/innen, sondern auch jene, die sich bei uns redlich eine neue Zukunft aufbauen wollen oder tatsächlich vor Krieg, Gewalt und politischer Verfolgung zu uns flüchten. Auch in deren Sinne muss endlich eine Lösung für die Probleme gefunden werden. Das “Ansprechen der Realität” ist ein erster Schritt dazu. Der nächste Schritt müsste meiner Meinung nach die konsequente Bestrafung und Abschiebung kriminell gewordener Ausländer sein. Die Einführung einer “Three strikes out”-Regelung erscheint mir dazu nützlich.
Three strikes out!
Diese Regel besagt, dass jeder, der keine österreichische Staatsbürgerschaft besitzt und 3 mal straffällig geworden ist, verurteilt und danach ausnahmslos (!) abgeschoben wird. Bei schweren Körper- oder Eigentumsverletzungen muss die Verurteilung und Abschiebung unverzüglich geschehen.
Verwaltungsdelikte fallen nicht unter diese Regelung. Niemand sollte sich fürchten müssen, ausgewiesen zu werden, weil er bei Rot über die Kreuzung geht oder einmal beim Schwarzfahren erwischt wird.
Wer sich bei uns eine neue, sichere, friedliche Zukunft aufbauen möchte, soll dafür alle Möglichkeiten erhalten. Wer jedoch zu uns kommt um zu morden, rauben und stehlen, oder die Scharia einführen will, für den gibt es hier keinen Platz. – Auch wenn Hans Rauscher und Konsorten dann wieder laut aufheulen.













Und wieder ein Raubüberfall durch türkische Jugendliche:
http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/wien/Rapid-Kicker-ausgeraubt-0631063.ece
Ich finde es traurig, dass jemand, der mal Anhänger eines utopischen, aber grundsätzlich erstrebenswerten Weltbilds anhing, mittlerweile offenbar so visionslos geworden und den Sprache und Argumentation des Boulevards zum Opfer gefallen ist.
Erstens sagen alle Statistiken, dass MigrantInnen im Vergleich zu Einheimischen nicht öfter straffällig werden. Das Herauspicken von Einzelfällen ist in diesem Falle einfach nur Manipulation und Stimmungsmache.
Zweitens ist es viel mehr kein “Ausländerproblem” sondern maximal ein soziales. Ich bin noch immer der Meinung, dass kein Mensch böse oder als Straftäter auf die Welt kommt, sondern dass ihn seine Umwelt dazu macht.
Und noch eines glaube ich: viele Verbrechen sind durch soziale Schieflagen und Verteilungsungerechtigkeiten erklärbar.
Stupide nur “Abschiebung” zu verlangen, verlagert die Probleme nur – bei “Ausländerkriminalität”meist in Staaten, die keinen so hohen Lebensstandard haben wie wir.
Es wäre daher sinnvoll und notwendig, dass wir über globale Verteilungsgerechtigkeit sprechen. Aber das ist nicht gewünscht, stattdessen bereichert sich der Westen nach wie vor am Elend anderer Länder.
Hoffe nur nicht, dass mich das Alter nicht ebenso visionslos macht wie Dich.
Lieber Stefan!
Ich hab mir jetzt eine Weile überlegt, ob ich dir auf diesen weltfremden Blablablubb wirklich antworten soll. Nein, ich machs nicht. Dazu ist mir meine Zeit einfach zu schade. Ich widme dir stattdessen folgenden Link: http://tinyurl.com/yafhv92
Liebe Grüsse,
dein Zwischenrufer