Familienbande
Hans Dichand hat seinen Werner Faymann lieb, auch wenn dieser nicht sein leiblicher Sohn sein sollte. Zwischen den Beiden herrscht jedoch nicht nur Sympathie und Harmonie, sondern es bestehen umfangreiche Verbandelungen.
Wussten Sie etwa, dass Faymanns Pressesprecherin, Angelika Feigl, die Lebensgefährtin von „Krone“-Chronik-Chef Claus Pandi ist? Feigls Vorgänger als Pressesprecher, Wolfgang Jansky, wirkt unterdessen bei der Wiener Gratis-Tageszeitung “HEUTE” als Geschäftsführer. Diese Position teilt er sich mit Hans Dichands Schwiegertochter, Eva Dichand, die auch als Herausgeberin der Zeitung fungiert. Jansky ist übrigens nebenbei der Lebensgefährte von SPÖ-Bundesgeschäftsführein Doris Bures. Wie praktisch!
Als Verkehrs- und Infrastrukturminister ließ sich Faymann nicht lumpen, und so sprudelten die Inserate in “Krone” und “Heute” wie wild. Das war aber auch schon der Fall, als Faymann noch Wiener Wohnbaustadtrat mit einem Werbebudget von einer Million Euro pro Jahr war. Der Herr über 220.000 Gemeindebau- und 100.000 Genossenschaftswohnungen wurde schnell von Dichand ins Herz geschlossen, und so bekam Faymann eine eigene Kolumne in der “Krone” – „Der direkte Draht zum Stadtrat“ – sowie Jubelgedichte von Wolf Martin:
Man sollte sich darauf besinnen:
Auch tüchtige MinisterInnen
gibt es in der Regierungs-Crew.
Manch kluge Frau gehört dazu
und mancher tüchtiger Parteimann.
Doch keiner ist wie Werner Faymann.
Unaufgeregt, präzis, dezent
zeigt er uns: Er ist kompetent.
Sie haben sich halt alle lieb, bei der SPÖ und der “Kronen Zeitung”. Wer kann es Dichand da verdenken, dass er heute in seiner Zeitung auf Seite 3 schreibt: “Ich bin überzeugt, dass Faymann bei den Wahlen im Herbst als Bester abschneiden wird. … Faymann [ist] der richtige Mann”












