“Das Kopftuch ist in Österreich derzeit schwer in Mode…”
Für die Muslimenstudie war in jedem Mitgliedsstaat die zahlenmäßig stärkste Gruppe von Migranten befragt worden, in Österreich die türkische Community. Diese stellte sich bei den weiblichen Bekleidungsbräuchen als konservativste in der gesamten EU heraus: 64 Prozent aller befragten Frauen mit türkischem Migrationshintergrund gaben an, “traditionelle oder religiöse Kleidung inklusive Kopftuch” zu tragen. Dimitrakopoulos: “In Deutschland, wo ebenfalls die türkische Community befragt wurde, waren es 27 Prozent“.
Auch die Lebensumstände der österreichischen Musliminnen sind laut Studie überwiegend traditionell: 51 Prozent gaben an, Hausfrau zu sein; in Deutschland sagten das 29 Prozent von sich.
“Das Kopftuch ist unter Musliminnen in Österreich derzeit schwer in Mode. Das ist weniger ein religiöses als ein soziales Phänomen, das den Wunsch nach Zugehörigkeit ausdrückt”, kommentiert Tamar Citak von der Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt die Ergebnisse….
Quelle: Der Standard, 5. Juni 2009, 18:32 Uhr












