Gestern in Paris – bald schon in Wien?

Am 7. Dezember 2008, attackierte um 3.45 Uhr nachts ein Multikulti-Mob in Paris einen Buspassagier. Eigentlich nichts Aussergewöhnliches, wenn es von diesem Überfall nicht ein Video gäbe. Heute wurde bekannt, dass die Polizei schnell handelte – sie verhaftete einen Polizisten (!), der dafür verantwortlich gemacht wird, dass der Film aus der Überwachungskamera den Weg in die Öffentlichkeit fand!

12 Kommentare zu „Gestern in Paris – bald schon in Wien?“

  • Besonders nett finde ich ja, wie der Busfahrer seelenruhig alle Türen offen lässt, nachdem das Pack verschwunden ist. Diese Wurschtigkeit hätte er sich glatt bei unseren Beamten abschauen können.

  • Ric:

    *pssst* in Österreich passiert doch sowas nicht….
    Und wenn doch: die Wirtschaftskrise ist schuld dran. Die war’s. Sonst gar nix.

  • Zwischenrufer:

    Darkwin und mir ist der Film gestern noch eine Zeitlang durch den Kopf gegangen. Wie reagiert man in so einer Situation als Augenzeuge angemessen? Mit deeskalierender Rhetorik wird man hier wohl nicht weit kommen…

    Andererseits bin ich in Wien in der Strassenbahnlinie 5 auch schon einmal gegen ein paar Jungmachos aufgestanden, die eine Frau bedrängt haben, aber nachher haben meine Knie ordentlich gezittert und ich war heilfroh, nicht abgestochen worden zu sein. Meine Arbeitskollegen meinten dazu, ich solle mir in Zukunft derartigen “Heldenmut” sparen, das zahle sich nicht aus. (Was immer das heisst.)

    Traurig finde ich das Verhalten des Busfahrers, der minutenlang nicht eingreift und dann dem Mob noch einmal die Türen öffnet. Allerdings häufen sich aus Deutschland die Berichte über Fahrer, die heftig attackiert werden. Wird in Frankreich wohl nicht anders sein.

    Wie also angemessen reagieren? Ich weiss es nicht…

  • Ric:

    In meiner Heimatstadt wurde vor ein paar Wochen ein Busfahrer von 5-6 Jugendlichen ähnlich attackiert, weil er einen bereits bekannten, notorischen Schwarzfahrer nicht einsteigen lassen wollte. Das ist allerdings tagsüber passiert – keiner hat ihm geholfen.

    Ich denke das ist Situationsabhängig. Im Falle des Videos ist der Mob in einer Überzahl, gegen die man als einzelner nichts ausrichten kann. Am klügsten wär’s vermutlich, raus auf die Straße zu hechten und Passanten zum Helfen zu motivieren, allein wird man selbst zu Opfer. Stellt sich die Frage ob es nicht sinnvoll wäre, Busfahrer zu bewaffnen. Elektroschocker, Schreckschusspistole oder eine scharfe Waffe – mit entsprechender Ausbildung….
    Der Busfahrer stand vermutlich unter Schock.

  • Zwischenrufer:

    Hier ein Video aus Melbourne, Australien. Es sind überall die gleichen Kreaturen:

    Wer so gegen einen Kopf tritt, nimmt den Tod des Opfers in Kauf. Die Bestrafung sollte dementsprechend ausfallen.

  • Zwischenrufer:

    Nachtrag:

    RIC hat sich auf seinem Blog anlässlich dieser Diskussion mit dem Thema “Zivilcourage” auseinandergesetzt. Sehr lesenswert!

    http://heulnicht.blogspot.com/2009/04/zivilcourage-selbstmord.html

  • touchdown69:

    das opfer hat jetzt der französischen zeitung figaro ein interview gegeben wo er meinte “die Täter hätten das doch gar nicht böse gemeint.”

    “Einen rassistisch motivierten Angriff habe er nicht feststellen können, vielleicht habe er sich, nachdem er beraubt worden war, falsch verhalten. Der Bus-Chauffeur, der nicht eingriff um ihm zu helfen, habe aus seiner Position heraus bestimmt sein Möglichstes getan. Die Veröffentlichung im Internet sei ein Fehler und stelle die Dinge falsch dar.”

    ich kann nur sagen das solchen trotteln es gar nicht anders gehört wenn sie nach so einer attacke die täter auch noch in schutz nehmen. so ähnlich geschah es ja auch nach dem angriff auf den lehrer in wien auf der strasse wo er danach die täter treffen wollte um ihnen zu verzeihen.

    wie bescheuert muss man(n) sein das man seinen angreifern verzeiht oder sie ihn schutz nimmt?
    nicht mal jetzt zu ostern wäre ich persönlich zu so einer grosszügigen geste bereit.

  • beim busfahrer kanns gut sein, dass der einfach die leute die rausgeflüchtet sind wieder reinlassen will, damit sie nicht mit den schlägern an der bushaltestelle rumstehen müssen. er wird wohl kaum aus spaß an der freude auf die rückkehr der bande warten.

    @touchdown: vielleicht hat das opfer nur keine lust, künftig von den freunden dieser genies gejagt zu werden (jetzt wo sein gesicht offenichtlich in allen medien war). eventuell fährt er die buslinie einfach öfter, weil er in der gegend wohnt. und möglicherweise hat er einfach nur angst und möchte in ruhe gelassen werden und sagt deswegen etwas, das er für deeskalierend hält. vielleicht gibts auch ganz andere gründe dafür.

    aber vielleicht “gehört es diesem trottel nicht anders”, wie du es so überaus intelligent ausdrückst.

    @zwischenrufer
    was macht diese offensichtlich berauschten schläger und kriminellen (soweit ich das verstehe alles franzosen aus den pariser vororten) jetzt eigentlich zu einem fettgedruckten “multikulti”-mob?

    wie man bei sowas angemessen reagiert ist hingegen eine gute frage. mein gedanke wäre es zu schauen, ob ich rund um mich leute finde, mit denen ich zusammen was unternehmen kann. alleine ist ehrenwert aber gefährlich. es hängt sicher von der spezifischen situation ab, ob man das riskieren kann.

    im konkreten fall kapier ich anhand des videos nichtmal richtig, wie viele nun zu den angreifern gehören.

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