Laizismus-Initiative gestartet!

laizismusinitiativeÜber Twitter verbreitete sich heute die Nachricht wie ein Lauffeuer, dass sich in Österreich eine Laizismus-Initiative gegründet hat. Bei der Laizismus-Initiative handelt es sich laut eigenen Bekunden um “eine Gruppe von säkularen ÖsterreicherInnen, die über die Gestattung und Ausübung der Vorrechte von Religionsgemeinschaften in Österreich zunehmend besorgt ist”.

Wir sind von der Idee sehr angetan und wünschen der Initiative auf diesem Weg viel Erfolg!

3 Kommentare zu „Laizismus-Initiative gestartet!“

  • Einigen scheint es nicht klar zu sein, dass eine klare Trennung von Staat und Religion dem Schutz der Religionsgemeinschaften dient.
    Auch gibt es in dieser Initiative keine Ambition das (Menschen)recht auf freie Religionswahl und Religionsausübung zu mindern.

  • @darkwin
    Es dient nur dem Schutz der schwachen Religionsgemeinschaften. Die starke Mutter Kirche würde durch diese Trennung geschwächt, oder seh ich da etwas nicht?

  • @Thomas
    Zu obigen Statement sah ich mich provoziert durch die Aussage Bassenas http://blog.bassena.org/ auf twitter zu laizismus.at am 18.02.09:

    bassena: http://www.laizismus.at – gute Idee, aber leider total im Ton vergriffen. So trennt man nur Gläubige und nicht Glaubende, statt Kirche und Staat.

    Diese Aussage Bassenas wurmt mich sehr. Es stimmt, dass Laizismus.at sehr klar gegen die Einmischung der Kirche in den Staat/die Gesellschaft auftritt.

    Wahrscheinlich weil ich mich sehr mit der Atheistenbewegung und den Verhältnissen in den USA auseinandersetze, musste ich gleich an die Amerikanische Verfassung denken:
    Verfassungsrechtlich gesehen, sind die USA ein säkularer Staat. Die Verfassung der USA von 1787 legt in Art. VI fest, dass “niemals der Nachweis einer Religionszugehörigkeit als eine Voraussetzung für ein Amt oder eine öffentliche Vertrauensstellung unter der Hoheit der Vereinigten Staaten verlangt werden” darf. Der erste Verfassungszusatz (1791, Bill of Rights) fügte die besondere Garantie religiöser Freiheit hinzu: “Der Kongress darf kein Gesetz erlassen, das die Einführung einer Staatsreligion zum Gegenstand hat oder die freie Religionsausübung verbietet.”

    Dass die Realität trotz Verfassung dort anders aussieht wissen wir. Bush senior:

    No, I don’t know that atheists should be considered as citizens, nor should they be considered patriots. This is one nation under God.

    Was sollte also Gläubige dazu bewegen laizismus.at zu unterstützen?

    Am 12.02.09 hörte ich in Ö1 Margit Hauft – als Präsidentin der Katholischen Aktion der Diözese Linz sprechen. http://oe1.orf.at/inforadio/102763.html?filter=3

    Unter anderem erzählte Sie von einer Mutter, die zutiefst erschüttert ist, dass ihr schwuler Sohn, der seit Jahren in einer festen Partnerschaft lebt und eine gemeinsame Wohnung mit seinem Partner hat, vom designierten Weihbischof Wagner und von Bischof Weber als krank (heilbar) bezeichnet wird.

    Dass die Meinung Wagners sich kaum von der des Vatikans unterscheidet und sich diese wiederum in der Meinung der ÖVP-Granden http://www.zwischenruf.at/?p=429 wiederspiegelt und all diese Politiker (=Staat) ihre ablehnende Haltung gegenüber Homosexuellen ausschließlich mit ihrem Glauben (=Kirche) begründen, zeigt, dass es mit der Trennung von Kirche und Staat in Österreich nicht weit her ist.

    Dies ist ein Spezialfall, dennoch steht er exemplarisch für den “innerkirchlichen” Konflikt.

    Ich bin davon überzeugt, dass eine klarere Trennung von Kirche und Staat, so wie von laizismus.at gefordert wird, dazu führen würde, dass sich die Kirche(n) im Sinne von Frau Hauft und von vielen anderen (Wir sind Kirche) ändern würde und Kirche sich weniger mit Hölle (Angst machen) und Bashing (Sündenböcke suchen und finden) beschäftigen, sondern sich auf ihre Kernkompetenzen (Seelsorge, Hilfe, Pflege, Spiritualität…) rückbesinnen würde.

    Momentan sieht die kath. Kirche ihre Pfründe dahinschwinden und glaubt diese Privilegien nur erhalten zu können, indem keine der anderen anerkannten Religionsgemeinschaften in den(selben) Rechten beschnitten werde. Deshalb ist die kath. Kirche beispielsweise auch für den Bau von Moscheen und für die Beibehaltung aller anderen Vorrechte (Moralisches Deutungsprivileg, Bekleidungsvorschriften,…), die irgendeine andere anerkannte Religionsgemeinschaft hat.
    Sie sitzen im selben Boot.

    Natürlich schadet laizismus.at den etablierten anerkannten Kirchen indem es ihnen Macht nimmt und wahrscheinlich die Strukturen im Sinne von “Wir sind Kirche” oder der Innerkirchlichen Frauenbewegung aufbricht.

    Gleichzeitig würde eine Säkularisierung künftig verhindern, dass zB. die Gesetze einer Religionsgemeinschaft auch die Leben von Menschen anderer Religionen (oder Bekenntnislosen) beeinflussen und (eher) garantieren, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind.

    Bassena: “So trennt man Gläubige und nicht Glaubende und nicht Kirche und Staat.”

    Meiner Meinung nach trennt man so radikale Glaubende, die wie Stadler päpstlicher als der Papst sein wollen oder den Holocaust leugnen oder demokratiefeindlich agieren von normalen Gläubigen, die eine menschliche Kirche haben wollen, die nicht Gesetze erlässt, an die sich ohnehin kein Gläubiger hält/halten kann.

    Atheismus ist keine Ideologie und kein Antitheismus und Säkularismus heißt für mich nicht Verbot von Religionsausübung.

Kommentieren

Stop The Bomb
scarlet_A
esgibtkeinengott
darwin-fish
zwangsheirat
petition188_banner_kl
laiini
athrelges
stopstoning
zrexmlogo
internetsperren
Statistik
Besucher heute: 63
Besucher online: 4
Besucher total: 99110
Total Petition Signatures
  • Paragraf 188 StGB: 203
Ist Multikulti gescheitert?
View Results
Michael Häupls Pensionierung:
Loading...
Kategorien
Archive