Wien: Strassenbahnfahrerin mit Kopftuch

kopftuchIn Wien (na klar, wo sonst?) ist seit Anfang Dezember die erste Straßenbahnfahrerin mit der Flagge des Islamismus Kopftuch unterwegs. Das heißt, die Stadt Wien toleriert und fördert, dass die offizielle Uniform mit religiösen und frauenverachtenden Symbolen ergänzt wird. Ich ziehe aus der fortgesetzten Unterwerfung der Verantwortlichen unter die erstarkenden Parallelgesellschaften (Stichwort: Lehrerinnen mit Kopftuch, Burkinis in Bädern, etc.) die Konsequenzen und werde bei der kommenden Gemeinderatswahl in Wien das erste Mal in meinem Leben nicht mehr links wählen. Es reicht.

Quelle: http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/438581/index.do

19 Kommentare zu „Wien: Strassenbahnfahrerin mit Kopftuch“

  • NOK:

    Irgendwo ja verständlich. Bloß… was dann?

  • Zwischenrufer:

    Ich weiß es nicht. Hast du eine Lösung?

  • Tino:

    Nicht Links wählen? Schon mal an die FPÖ gedacht? Die wird bei den Gemeinderatswahlen wirklich dazugewinnen.

  • dieter:

    Kopftuch in der Straßenbahn als wahlentscheidendes Ereignis?

    Mir scheint, dass es in der Wiener Kommunalpolitik wichtigere Themen gibt, bei denen die Stadt auch was bewirken kann.

    Die Nicht-Linken wollen mir ein Nummerntaferl für’s Fahrrad vorschreiben. (Hoffentlich gibt es die dann wenigstens im Fünferpack, damit ich nicht alle vier Monate, wenn mir mein Rad gfladdert wird, jedesmal auf’s Verkehrsamt laufen muss)

  • Oh nein, freie Kleidungswahl! Und wenn ich morgen einen Straßenbahnfahrer mit rote Mütze sehe wähle ich nächstens auch nicht mehr links – geht ja nicht, ist ja schon fast diktatorisch, diese Kopftuchtrageerlaubnis.

  • Zwischenrufer:

    @ Dieter: Nicht das Kopftuch war das wahlentscheidende Ereignis, sondern eine Vielzahl von Entscheidungen der Stadt Wien, die wie keine andere Stadt Europas dem Islamismus die Tore öffnet. Die eingewickelte Straßenbahnfahrerin war nur der berühmte Tropfen der für mich das Fass zum Überlaufen gebracht hat.

    @ Mathias: zwischen freier Kleiderwahl und dem Symbol religiöser Unterwerfung sehe ich schon einen klitzekleinen Unterschied. Du nicht, schon klar.

  • dieter:

    @Zwischenrufer: Auch eine Vielzahl von Einzelentscheidungen können den Islamismus nicht notwendigerweise stoppen, befördern oder ihm die Tore öffnen.

    Eine Protestwahl bringt nur dann etwas, wenn wesentliche, wirksame Entscheidungen so beeinflusst werden können.

    Diese sehe ich in der Frage der Islamisierung wenn überhaupt jedenfalls nicht bei der Stadt Wien.
    Ich werde das im Rauscher-Thread weiter erörtern.

  • Sascha:

    Also, ich weiss nicht… heisst das jetzt, du wählst nun FPÖ, Zwischenrufer? Das kanns doch auch nicht sein! Gemeinsam mit Rechtsextremisten gegen eine Form von Faschismus kämpfen? Naja… Ich sehe es eher so: Was eindeutig fehlt, ist eine Linke, die sich des Themas Islam und Islamismus annimmt und ihre Analyse des gegenwärtigen Faschismus, von dem eben auch der Islamismus ein Teil ist, erneuert. Die Linke sollte mehr auf islamische DissidentInnen und Ex-Muslime hören, die scharfe Kritik am Islam üben. Leider ist es aber heute so, dass die Linke auf Kuschelkurs statt auf Konfrontation mit diesem neuen Faschismus geht. Da liegt der Hund. Die “Islam-Kritik” der FPÖ hingegen ist doch nicht ernstzunehmen! Die verwechseln seriöse Religionskritik mit Beschimpfung aller Muslime, bis hin zu offenem Rassismus. Das kanns echt nicht sein, Zwischenrufer!

    • Zwischenrufer:

      @ Sascha: Ich kann dir gar nicht sagen, wie sehr du mir aus dem Herzen sprichst! Ich leide wie ein Hund darunter, dass die Linke, wenn es um dem Islam-Faschismus geht, mit unreflektiertem Beschützer-Reflex daher kommt. Die AIK war sich vor ein paar Tagen nicht einmal zu blöd dazu, Mona Salem, den Osama-Fan, auf ein Podium zu setzen und das ganze dann auch noch “politische Opposition” zu nennen! Das darf doch alles nicht mehr wahr sein!!!

  • Sascha:

    Gerade sickert noch ein Gedanke bei mir durch.. wäre es denn nicht denkbar, einen gewissen politischen Druck auf linke Organisationen, sowohl Bewegungslinke wie auch Parteilinke auszuüben (durch Demos, Protestschreiben, Petitionen etc.), damit sie eben ihren verblödeten Kuschelkurs in Sachen Islam und Islamismus endlich aufgeben und die ganze Causa kritischer reflektieren? Ich habe zwar keine übermässige Hoffnung, dass das etwas bewirkt, vor allem aufgrund der Sturheit mancher dogmatischer Linkssekten, aber den Versuch wäre es doch trotzdem wert!

  • Stimmt, solange mir man nicht beweisen kann, dass jede Frau das Tuch alleine der unfreiwilligen (!) Unterwerfung wegen trägt.

  • Nachtrag: Alleine die Tatsache, dass die Dame selbstständig einen Vollzeitjob ausführt lässt die Möglichkeit der Männerdominierung in ihrem Haushalt eher unwahrscheinlich erscheinen. Wer zum Tragen eines Kopftuches gezwungen wird, darf gleichzeitig wohl kaum etwas anderes tun als Haushalt und Kinder hüten.

  • Zwischenrufer:

    @ Mathias: erklär mir doch bitte, was in Österreich im Jahre 2008 ein religiöses Symbol auf einer staatlichen Uniform zu suchen hat.

  • dieter:

    @Mathias: Deine Logik, die man öfter antrifft, ist irgendwie verkehrt.

    Mir macht eine Frau, der das Kopftuch aufgezwungen wird und beispielsweise im Lehrberuf trägt, weniger Sorgen, als eine die es freiwillig und aus islamistischer Überzeugung trägt und möglicherweise noch vor Gericht zieht, anstatt das alberne Stück Stoff einfach abzulegen.

    @Zwischenrufer: Das AIK? Na das ist ja wirklich eine maßgebliche politische Kraft in Österreich. LOL.

    Was die Islamkritik angeht, sehe ich die Entwicklung überaus positiv. Da hat sich in den letzten fünf Jahren enorm viel getan und das über das gesamte mediale, gesellschaftliche und politische Spektrum hinweg.

    Ich habe schon lange keine den Islam verklärende Dokumentation mehr gesehen. Wenn es einen Anschlag gibt, wird in der Presse nicht gleich reflexartig ein “Hintergrundartikel” mit der Behauptung “Islam heißt Frieden” geschalten, in dem behauptet wird, dass der islamische Terrorismus rein gar keinen Bezug zum Islam hätte und dieser lediglich willkürlich als Feigenblatt missbraucht würde. Journalisten stellen muslimischen Vertretern, so wie ihren christlichen Pendants, nun vermehrt auch kritische Fragen, anstatt sich mit zweideutigen Aussagen zufrieden zu geben.

    Die FPÖ ist übrigens erst sehr spät vor etwa zwei Jahren auf das Thema Islam aufgesprungen. Jörg Haider wurde dadurch erst in Zugzwang gebracht. Davor scheint er eigentlich affin zum Islam gewesen zu sein.

    Die FPÖ produziert halt viel Geschrei zu hunderten von Anliegen, die sich tw. diametral widersprechen und erzeugt so den Eindruck bei allen möglichen ungehörten Interessensgruppen, deren Anliegen tatsächlich politisch lösen zu können.

    P.S.: Die Schneeflocken hier im Blog brauchen bei mir 100% CPU. Weißt du wieviel Energie dadurch verschwendet wird? Wegen dir sind sichher alleine heute zwei Eisbären ertrunken.

  • Zwischenrufer:

    @ Dieter: Deine Beiträge und natürlich die Eisbären sind mir zu wichtig, als dass ich sie mit Schneeflocken im Blog gefährden möchte! Schwupps – schon sind sie wieder weg. :-)

  • Sascha:

    Lieber Zwischenrufer!

    Ja, man könnte wirklich verzweifeln angesichts der mangelnden Reflexion und Kritik vieler Linker in Bezug auf das Thema Islam. Man könnte beinahe zum Bahamas-Sektenmitglied werden. Aber das wäre dann wieder das andere Extrem… Andererseits hatte ich auch schon sehr fruchtbare Diskussionen (zb auf Indymedia) mit Menschen, die zunächst einen relativ engen Horizont zu haben schienen, dann aber doch von ihrem Islam-Trip heruntergekommen sind und gewisse Dinge dann eh ähnlich gesehen haben wie ich. Also, die Hoffnung soll man nicht aufgeben, dass sich in der Linken vielleicht doch eines Tages etwas in Richtung Islamkritik bewegt.

  • senner:

    Ja da sollte einmal einer in Saudi versuchen mit Halskette auf der sich ein Kreuz als Anhänger befindet spazieren zu gehen.
    Im öffentlichen Dienst gibt es einen Uniformzwang oder darf beim Bundesherr auch ein Turbanträger mit seinem Kopfschmuck antreten

  • jetzt ist es also so weit, der nächste broderist hat sich gefunden.

    einerseits die bildung von paralellgesellschaften anprangern und sich andererseits voll in die hosen scheissen, wenn eine muslimin in der ganz normanel straßenbahn fährt – wie passt das zusammen? einer berufstätigen frau zu attestieren, sie sei patriachalisch unterstützt – wie schaffst du diesen gedankenslalom?

    ob straßenbahnfahrerInnen nun ein kopftuch tragen, einen bunten irokesenhaarschnitt oder ein chicago bulls-kapperl aufhaben sollte einem liberal denkenden demokraten doch bitte egal sein. sonst musst du dich konsqeuenterweise auch aufpudeln, wenn ein schwuler straßenbahnfahrer während der arbeitszeit seinen zugestiegenen lebenspartner küsst.

    wenn du glaubst, die rechten wählen zu müssen, dann machs. aber tu nicht so, als wär es, weil die linken wahnsinnig sind. sondern sei dir gegenüber so ehrlich und gesteh dir ein, dass du dich in dieser frage einfach ein rechter bist. und dass dein verbündeter in dieser frage strache ist.

    gratulation.

  • Zwischenrufer:

    @ Tom Schaffer:

    Betätige dich ruhig weiter als peinlicher Partei-Schreiberling, verschließe weiter deine Augen vor der Realität, aber wunder dich bei der nächsten Wahl nicht, wenn die Grünen vom Wähler ordentliche Watschen kassieren. Verdient, wie ich meine.

    Vor allem aber: solange du dich in deinem Leben keine fünf Minuten ernsthaft mit dem Islam auseinandergesetzt hast, halt einfach das Maul und spar dir deine moralinsauren Belehrungen.

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