Wiener SPÖ erlaubt Lehrerinnen mit Kopftuch

Die Wiener SPÖ hat ein ganz besonderes Verhältnis zum Islam. So sitzt etwa mit Omar Al-Rawi ein offizieller, hochrangiger Vertreter der IGGIÖ auf einem SPÖ-Ticket im Gemeinderat. Der Leiter der Magistratsabteilung 44 (Bäder), Werner Schuster, lässt extra für muslimische Frauen schwimmtaugliche Ganzkörperverhüllungen, sogenannte Burkinis, schneidern und sieht diesen himmelschreienden Wahnsinn auch noch als Fortschritt. Nun wurde bekannt, dass es in Wien (mindestens!) zwei Lehrerinnen an öffentlichen Hauptschulen erlaubt wurde, mit Kopftüchern zu unterrichten. Dazu muss man wissen, dass Deutschland und Frankreich das Kopftuch in öffentlichen Ämtern verboten haben und es auch in der Türkei per Verordnung vorgeschrieben ist, während der Dienstzeiten mit unbedecktem Kopf zu erscheinen. Wien ist offensichtlich wirklich anders.

Die nächsten Wahlen kommen bestimmt. Ich freue mich schon darauf!

12 Kommentare zu „Wiener SPÖ erlaubt Lehrerinnen mit Kopftuch“

  • Mischa:

    Ich halte grundsätzlich nichts von Religionen, auch nicht vom Islam. In Schulen haben derartige Symbole (wie auch das Kruzifix an der Wand oder Religionsunterricht) erst recht nichts verloren, da sind wir uns einig.

    Wenn du deine Anti-Islam-Kampagne von dichandschem Ausmaß hier aber fortsetzt, dann wäre es vielleicht glaubwürdiger, gleich einen Redirect auf http://www.stopislam.info zu setzen. Oder zumindest die Winter Susi eine Gasthetze schreiben zu lassen.

    Würd mich auch interessieren, ob du einen Beleg hast, dass die Wiener Stadtverwaltung “extra” Burkinis schneidern hat lassen – oder ob du dir das einfach so aus den Fingern saugst, weil es sich so arg anhört.

  • ich halte es ebenso: religion hat im zivilen leben nichts verloren. wie wir permanent sehen, führt das nur zu ständigen streitigkeiten.

    ich habe übrigens heuer im sommerurlaub erstmals live gesehen, wie eine ganzkörperverhüllte frau ins pool gestiegen ist. abgesehen davon, dass das für sie selbst extrem unangenehm sein muss, fand ich das äußerst unhygienisch.

    und: ich habe nicht das gefühl, dass hier dichandscher anti-islamismus stattfindet.

  • Zwischenrufer:

    @ Mischa:

    1) Na, dann sind wir uns ja einig. Was gedenkst du aber bezüglich der Kopftuch-Provokation zu tun? Wenn sich ein Lehrer ein 20cm Kreuz um den Hals hängen würde, wärst du dann auch so still?

    2) “Anti-Islam-Kampagne von dichandschem Ausmaß” ist wahrscheinlich doch etwas zu viel der Ehre. Du erlaubst mir aber bitte schon, dass ich auf einem “Blog gegen religiösen Wahn” über den Einzug von Kopftuch-Trägerinnen in den öffentlichen Dienst berichte. Ich halte das schlichtweg für einen Skandal, eben weil religiöse Symbole im öffentlichen Unterricht nichts, aber auch rein gar nichts, zu suchen haben.

    3) Dein Verweis auf die Seite http://www.stopislam.info ist hinfällig, es gibt bereits eine Seite, die ich betreibe und die hier auch schon vorgestellt und verlinkt wurde: http://www.islamkritik.at

    4) Der Hinweis auf Susanne Winter ist schlichtweg ein Untergriff. Im Übrigen sind große Teile dessen, was sie aus politischem Kalkül so leichtfertig von sich gegeben hat, bereits seit Jahren bei der Islamkritikerin Ayaan Hirsi Ali nachzulesen. Ich empfehle dir besonders folgendes Buch von ihr: “Ich klage an: Plädoyer für die Befreiung der muslimischen Frauen”, Verlag: Piper, ISBN-10: 3492247911

    5) Hier kannst du übrigens nachlesen, dass das Wiener Magistrat tatsächlich Burkinis schneidern lassen will: http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/404948/index.do

  • Recht so. Wenn schon Religionsfreiheit, dann bitte für alle. Oder eben auch das Tragen von Kreuzen, Mönchsuniformen und Kippas im öffentlichen Raum verbieten – wovon ich allerdings weniger halte.

  • Zwischenrufer:

    @ Mathias: in katholischen, islamischen, jüdischen Schulen sollen sie bitte tragen, was sie wollen, in einer öffentlichen, nicht-religiösen Schule haben religiöse Symbole jedoch nichts verloren.

  • Mischa:

    1) Ich wurde in der Volksschule wie die meisten vom katholischen Pfarrer des Ortsteils unterrichtet, der mir von übers Wasser gehenden Menschen erzählte. Schlimmere Indoktrination als ein Kopftuch, würd ich sagen. Und woher die Annahme, dass ich deswegen still bleibe?

    2) Ja, Skandal, siehe Punkt 1 oder auch hier.

    3) Plädiere für die Einrichtung der Domain christenkritik.at

    4) Hört sich für mich nicht weniger dogmatistisch an, als das, was sie bekämpft. Genau wie bei Frau Winter.

    5) Das ist genau der Link, den du schon im Ursprungsartikel vom August verwendest, wo die Presse über die Extra-Anfertigung spekuliert. Diese Spekulation hatte aber keine Folgen (außer einen erwartbaren FPÖ-Rülpser) – was dich allerdings nicht davon abhält, das heute noch als Tatsachenbehauptung stehen zu lassen: “Werner Schuster lässt extra für muslimische Frauen schwimmtaugliche Ganzkörperverhüllungen, sogenannte Burkinis, schneidern”.

    Vor allem der letzte Punkt bestätigt meine Annahme vom Kronen Zeitung-Niveau auf diesem Blog. Als ich Zwischenruf (zur NR-Wahl) in meinen RSS-Feed aufgenommen habe, dachte ich nicht, dass es hier im politischen Alltag nur um tendenziöse Polemik geht. Deshalb fliegt der Feed jetzt auch.

    Danke, auf Wiedersehen.

  • Zwischenrufer:

    @ Mischa:

    1) Eltern haben heute in Österreich das Recht, ihre Kinder aus dem Religionsunterricht zu nehmen. So what?

    2) Ich möchte auch nicht von Männern unterrichtet werden, die diesen weißen Kragen tragen.

    3) Wenn dir so eine Domain wichtig ist, dann kauf sie dir einfach.

    4) Frauen, die aus dem islamischen Kulturkreis kommen, ihre Religion abgelegt haben und nun darüber berichten, sind für dich dogmatisch? Ok, passt schon. Weiterhin viel Spaß auf deiner rosa Wolke!

    5) Was genau hindert dich eigentlich daran, bei der MA44 anzurufen und dich zu erkundigen?

    6) Reisende soll man nicht aufhalten. Wünsch dir alles Gute!

  • Der Wiener SPÖ halte ich gerne die Linzer ÖVP entgegen. Die agiert um nichts weniger befremdlich, wenn sie jetzt mit Strafanzeigen das Kruzifix in Kindergärten erzwingen will. Wohlgemerkt, nicht in katholischen oder christlich fundamental geführten Kindergärten sondern in ganz normalen staatlichen.

  • Bedenklich finde ich, dass es bei uns keine Diskussion gibt. Häupl findet Burkinis ok.
    In Frankreich scheint eher klar zu sein, wieso Muslimische Männer nicht selber ihre Scheiß-Burkas tragen und was die bedeuten.
    http://diestandard.at/?url=/?id=1216034856911
    Und wenn man glaubt es geht nicht mehr,…
    http://diepresse.com/home/panorama/religion/417629/index.do

  • @Zwischenrufer:
    Und mit welcher Begründung ist es verwerflich, wenn Lehrer das eine oder andere Symbol tragen? Man muss natürlich aufpassen, dass sie in ihrem Unterricht nicht indoktrinierend wirken, erst recht wenn es um jüngere Schüler geht. Das würden sie, sollten sie dazu veranlagt sein, aber sowieso, egal ob mit oder ohne Kreuz/Kopftuch/Kippa.

    Nur weil es sich um eine öffentliche, konfessionsfreie Schule handelt, müssen dem Lehrpersonal nicht Kleidungsstücke oder Accessoires verboten werden, die ihre persönliche Gesinnung zum Ausdruck bringen müssen. Ich sehe dafür irgendwie keine Berechtigung, außer das altbackene “Kopftuch = böse!”. Oder darf ich davon ausgehen, dass du auch T-Shirts mit dem Aufdruck “vegan.at” oder “xSTRAIGHTEDGEx” verbieten wollen würdest?

  • Zwischenrufer:

    Du meine Güte, drück ich mich wirklich so missverständlich aus?

    Natürlich käme ich nie auf die Idee T-Shirts mit dem Aufdruck “vegan.at” oder “xSTRAIGHTEDGEx” verbieten zu wollen, weil diese eine Lebenseinstellung und Haltung ausdrücken, die sich ein Mensch selbst aussucht. Die Entscheidung, kein Fleisch, keine tierischen Produkte, keine Drogen, keinen Alkohol zu konsumieren, ist eine zutiefst persönliche. Da geht es um Meinungs- und Wahlfreiheit des Individuums.

    Anders verhält es sich mit religiösen Botschaften, speziell wenn es sich um missionarische Religionen handelt. Ich will keine Leute in den Klassen haben, die jungen Menschen einreden, in permanenter Sünde zu leben, oder Frauen verhüllen möchten, weil die männliche Hälfte offenbar sonst ihre Triebe nicht unter Kontrolle hat.

    Als “Veganer” oder “Straight Edger” kann ich mir meine Lebensweise aussuchen und mich bewusst dafür entscheiden. Wenn ich merke, dass sie nichts für mich ist, kann ich diese Lebensweise wieder aufgeben. Als Moslem hast du diese Wahlfreiheit nicht. Die Apostasie, also die Abkehr vom Glauben, wird mit der Todesstrafe bedroht. Von Mohammed selbst ist dazu folgende Aussage überliefert:

    “Wer immer seine Religion ändert (den Islam verlässt) – tötet ihn.”

    Ich versteh es einfach nicht, dass Leute, die für sich selbst in Anspruch nehmen fortschrittlich zu sein, die Menschenrechte zu verteidigen und bei jeder Gelegenheit dem “Gender Mainstreaming” das Wort reden, zentimeterdicke Bretter vor dem Kopf haben, wenn es um die aktuell wahrscheinlich rückschrittlichste, menschen- und frauenverachtenste Ideologie der Gegenwart geht: den politischen Islam im religiösen Deckmantel. Das geht einfach nicht zusammen.

    - Man kann nicht gleichzeitig für die Gleichberechtigung der Geschlechter und die Burka sein.

    - Man kann nicht gleichzeitig für die Gleichstellung Homosexueller und die Scharia sein.

    - Man kann nicht gleichzeitig gegen Folter und Todestrafe und für den Respekt sogenannter “heiliger Bücher” sein, die vor Aufrufen zur Gewalt und Mord nur so strotzen.

    Und deshalb sind “Linke”, die jede Kritik am Islam empört zurückweisen, ohne sich auch nur fünf Minuten mit dem Thema auseinandergesetzt zu haben, für mich nichts weiter als bemitleidenswerte Dummköpfe, die mit ihrem Verhalten genau jene unterstützen, die sie zu bekämpfen vorgeben.

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